Pettersson und Findus und die Muckla-Technischen-Alleskönner

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Als der kleine Kater Findus die vier Muckla Familien am Freitagabend in der kleinen schwedischen - äähhm… Rockenbacherischen Hütte begrüßte, war die Aufregung groß: Pettersson, sein alter Herr, wollte nämlich alle Mucklas aus seinem Haus werfen! Schließlich stifteten sie zusammen mit seinem Kater nur Unfug, versteckten Schrauben und Socken und richteten auch sonst generell viel Unordnung an.

Doch das konnten weder Findus noch Mucklas zulassen, sonst es würde das schrecklichste Weihnachten überhaupt werden! Sofort versuchten sie, Pettersson umzustimmen, und siehe da: Er ließ sich breitschlagen, genau eine Mucklafamilie in seinem Haus zu behalten. Natürlich nur die beste, stärkste, schlauste und lustigste der vier Familien.

Sogleich hatten die Mucklas auch schon die erste Chance, ihre Nützlichkeit unter Beweis zu stellen: Findus hatte mal wieder den Hühnerstall offen gelassen und es galt, alle Hühner wieder einzufangen, die mittlerweile im ganzen Schlösschen ihre Kaffeekränzchen abhielten und fleißig Eier legten. Als diese Aufgabe bewältigt war, hatte sich schon lange Dunkelheit über das winterlich verträumte Dorf gelegt. Alle machten es sich mit Decken zusammen gemütlich, um Findus dabei zuzuhören, wie er von der Zeit erzählte, als er noch viel kleiner war und gerade zu Pettersson kam.

Am nächsten Tag ging es dann darum, dem alten Mann zu beweisen, dass die Mucklas nicht nur Sachen von ihm verstecken (obwohl sie dies vehement abstritten), sondern diese auch wieder finden können. Dazu haben sie - kreativ wie sie sind - doch gleich mal die Waldläuferzeichen erfunden. Außerdem muss die ideale Mucklafamilie ja auch von Petterssons Lieblingshobby genauso begeistert sein, wie er: Angeln. Deshalb bauten sich erst mal alle fleißig eine super Profi Angel, um auch ja den Angelchampion Pettersson zu beeindrucken. Später wurden dann auch gleich Fische gefangen, was das Zeug hält.

Mittendrin fiel Findus plötzlich ein, dass er ja wieder Geburtstag hatte - das letzte Mal war schon miiindestens vier Wochen her. Also: es sollte gefeiert werden! Natürlich ginge dies nie ohne eine (oder auch vier) Pfannkuchentorten!  Den Nachmittag verbrachten die fleißigen Mucklas damit, Pfefferkuchen zu backen und wunderhübschen Weihnachtsbaumschmuck zu basteln. Nach einem leckeren Abendessen sammelten sich alle dann, warm eingepackt, um Petterssons Laterne. Es ging hinaus in den Wald, wo sich alle bei einer schönen Waldweihnacht auf die kommende Weihnachtszeit einstellen konnten. Als krönenden Abschluss danach gab es noch (original schwedischen) Tschai, Pfefferkuchen, Lieder und eine aufregende Wichtelrunde.

Doch auch am Sonntagmorgen hatte sich Pettersson immer noch nicht entschieden, welche Mucklafamilie denn nun bleiben dürfe. Also stellte er die Familien vor eine schier unlösbare Aufgabe: alle seine einzelnen Socken blind zusammenzuordnen! Trotz der Bemühungen der anderen Familien, die jeweils antretende Muckla abzulenken, meisterten alle auch dies. Nun war das letzte, was es zu tun galt, Pettersson noch ein wenig zu bespaßen: mit wundervollen Theaterstücken, Liedern und Geschichten und mit atemberaubenden Kostümen bezauberten alle Familien den alten Mann und seinen Kater.

Und nun, so beeindruckt von den Künsten der Mucklas, beschloss Pettersson schließlich: Alle Familien dürfen bleiben! Und so lebten der alte Mann, sein Kater und ein ganzer Haufen Mucklas weiter glücklich und zufrieden in ihrer Hütte in … Rockenbach.

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Article | by Dr. Radut