Von Engeln, Kerzen und ungewolltem Essen

Jahr:

Das Dezember MTA Wochenende

Das Weihnachtsgedudel schallt schon seit Wochen in jedem Laden, das jährlich verträgliche Menge an Lebkuchen und Plätzchen hatte man schon lange vertilgt und der Geschenkestress endet wohl auch erst mit der Bescherung? Es war an der Zeit für ein bisschen wirkliche Entspannung. Und so verbrachten die MTAler auch dieses Jahr wieder das letzte Wochenende vor Weihnachten in Rockenbach, um gemeinsam von der Adventshektik abzuschalten und vielleicht ja doch ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu geraten.

Freitagabend begannen wir ganz unkonventionell: Mit einem Mag-ich-nicht-Buffet. Jeder brachte etwas mit, das er/sie überhaupt nicht ausstehen kann. So gab es schließlich Tomate-Mozzarella, Ananas, gebratene Auberginen, verschiedene Salate und vieles mehr. Und tada – für jeden war eine Köstlichkeit dabei!

Nach alter Dezember-MTA-Tradition bevölkerten am Samstag natürlich wieder einige engagierte Plätzchenbäcker die Küche unseres Schlösschens. Diese bescherten uns so manche (K)Leckereien, welche dann nachmittags zu Kaffee und Tee verspeist werden konnten. Des Weiteren konnten sich motivierte Bastler auch handwerklich ausleben: In der Werkstatt entstanden den ganzen Tag über einzigartige selbstgebaute Engel  aus Holzscheiten und Gips. Nebenbei war noch genug Zeit, um auch einen kleinen Weihnachtsbrief zu verfassen. Und natürlich auch mal zum Nichtstun (-> Nichtstun, das: entspannende, passive Tätigkeit; sehr rar in der Vorweihnachtszeit).

Und was wäre ein Dezember Wochenende ohne eine Waldweihnacht? So machten wir uns nach dem Abendessen auf hinaus in die Dunkelheit. Zwar lag kein Schnee und auch die Temperaturen entsprachen nicht ganz dem weihnachtlichen Ideal, doch auf dem fackelbegleiteten Schweigemarsch durch den Wald verfiel bald jeder in ein andächtiges Lauschen und Nachdenken. Am Ziel angekommen, schmücken wir unseren kleinen Baum mit Kerzen, gaben einander Wünsche auf den Weg und sangen in die Nacht hinein. Wieder zurück am Schloss, machten wir es uns noch einmal mit allen gemütlich und verwichtelten unsere Weihnachtsbriefe. Bald darauf wurden die Gitarren ausgepackt, weitere Plätzchen verschlungen und wir saßen noch lange im Kerzenschein beieinander.

Am Sonntag wartete noch etwas Besonderes auf uns: eine Meditation der anderen Art. Mit verbundenen Augen nahmen wir unsere Umwelt und Gruppe war, tanzten und lauschten der Musik.  Als wir unsere Augen wieder öffneten, hatte ein jeder ein Lächeln im Gesicht. An diesem Wochenende haben wir alle ein wenig abschalten können, hatten Zeit für die kleinen schönen Momente im Leben und konnten tatsächlich mit ein bisschen mehr weihnachtlicher Vorfreude nach Hause fahren.

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Article | by Dr. Radut