Wollchaos im Herrschaftszimmer

Jahr:

Gleich am Freitagabend ging es los: 60 Knäuel Häkelwolle in vielen bunten Farben, einige Häkelnadeln und etwa 30 neugierige Pfadis, die sich an diesem Wochenende eine schicke, einzigartige und bei diesem eisigen Winterwetter wärmende Mütze häkeln wollten. Zuerst wählte jeder seine Lieblingsfarben aus und entwarf sein Projekt. Dann ging es gleich los:

Ohne es zu wissen, teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die sich gegenseitig beibrachten, wie man häkelt. Wer noch nie gehäkelt hatte, musste am Anfang ziemlich kämpfen, bis die ersten Maschen erkennbar waren. Aber alle fanden sich schnell ein und es wurde so routiniert gearbeitet, dass man sich nebenher noch schön unterhalten konnte.

Am Samstag nach dem Frühstück flogen wir in einer Traumreise zu einem schönen Spaziergang mit Treffen am Lagerfeuer. Das war sehr entspannend. Als nächstes wurden Schneemänner aus weiß angemalten Klopapierrollen gebastelt. Einige häkelten fleißig weiter, sie wollten unbedingt ihr Ziel erreichen und am Sonntag stolz mit ihrer neuen Mütze aufs Gruppenfoto. Anschließend gingen wir zum Spielplatz. Beim „Nasenbär“ spielen wälzten sich alle im Schnee und waren danach komplett weiß von oben bis unten. Besonders sehenswert waren die Zweikämpfe der Großen. Unvorsichtigerweise hatten wir die gebastelten Schneemänner unbewacht im Schloss zurückgelassen. Plötzlich kam Schaumi aufgeregt auf den Spielplatz und rief: „Die Schneemänner wurden von den bösen Nussknackern entführt. Wir haben sie noch gesehen, sie sind Richtung Sportplatz gerannt!“ Schnell hetzten alle los. Auf dem Weg fanden wir schon den ersten Schneemann. Im Wald fanden wir die anderen nach einigem Suchen unversehrt wieder.

Am Nachmittag gab es für die Jüngeren eine Meutenstunde und die etwas Älteren eine Sippenstunde. Wir wollen uns ein eigenes Pfadfinderbuch binden. Für den Einband haben wir Papier marmoriert. Das war Megacool! Anschließend wurde fleißig im Chor geprobt. Auch das Häkeln kam nicht zu kurz. Am Abend gab es noch die Auflösung von Bennis Extremrätsel, das diesmal aus Australien zugeschickt wurde. Außerdem sangen wir die alten Lieder und häkelten mal wieder. Einige spielten Wizard und alle hatten viel Spaß.

Nach dem leckeren Sonntagsfrühstück gab es wieder Chorproben. Anschließend wurde gegessen, aufgeräumt und sauber gemacht. Mit abgehäkelten Fingern, großem Stolz auf das Geschaffte und einzigartigen Mützen auf den Köpfen fuhren wir wieder nach Hause. Bericht von Katja und Nina

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Article | by Dr. Radut