Hoheneck 2017

Jahr:

Hoheneck, 17. bis 21. April 2017

Am Montagnachmittag war es endlich soweit!  Über 40 Forscherinnen und Forscher trafen auf Burg Hoheneck ein, um dort gemeinsam eine ereignisreiche Woche zu verbringen. Der Großteil der Pfadis bezog gleich seine Gemächer, allerdings waren wir dieses Mal so viele, dass gar nicht für alle auf der Burg Platz war und einige Ältere im Dorf in einem Gasthof übernachteten. Nach der Begrüßung und einer kleinen Führung durch die Burg ging es gleich los mit den Workshops, in denen wir verschiedenste Experimente vorgeführt bekamen und natürlich auch selbst ausprobieren durften. In drei Gruppen staunten wir zum Beispiel über einen „Zug“ in einer Kupferspirale, probierten die Stromleitfähigkeit von Luft und Wasser aus, beobachteten tanzende Weintrauben und Pfefferkörner und bejubelten Backpulver-Essig-Raketen. Außerdem lernten wir verschiedene Geheimschriften und Codes kennen. Die Zeit verflog im Nu, sodass es bald schon Zeit für unser Mega-Buffet war, zu dem jeder etwas Leckeres beigetragen hatte. Mit vollen Bäuchen widmeten wir uns dann dem Abendprogramm, das mit gemeinsamem Singen begann und schließlich in einen unterhaltsamen Spieleabend überging.

An unserem ersten Morgen wurden wir von Kerstin und Mücke mit „Leise rieselt der Schnee“ aufgeweckt, da es draußen dicke Flocken schneite. Heute kamen noch weitere Experimente hinzu. Wer mutig genug war, durfte mit einer Mischung aus Seife, Wasser und Erdgas seine Hand brennen lassen. Wir konnten uns von Kopf bis Fuß messen lassen und außerdem wurde es lecker, als wir unser eigenes Speiseeis kreierten. In der Sippen-und Meutenstunde bastelten wir fleißig an unseren selbstgebundenen Bücher weiter. Am Abend saßen wir dann wieder alle gemütlich zusammen und sangen und spielten.

Der Mittwochmorgen begann mit einer „Kettenreaktion“ im Hof, bei der bereits frühmorgens unsere volle Aufmerksamkeit gefordert war. Nach dem Frühstück und einer kurzen Einweisung von Nico und Dandi machte sich eine große Schar von Erfindern auf den Weg in die Wälder. Nachdem ein Lagerplatz gefunden war, begaben sich die Gruppen zu verschiedenen Stationen. Von den gut versteckten Posten erhielten wir jeweils  Kärtchen oder Gold – natürlich erst nach erfolgreichem Absolvieren der gestellten Aufgabe. Mit diesem Gold konnten wir Söldner anwerben, die uns für eine gewisse Zeit zur Verfügung standen und uns halfen, unsere Aufgaben zu bewältigen, bzw. mit uns gegen andere Gruppen zu kämpfen. So tasteten wir uns durch Labyrinthe, machten Feuer, erschmeckten Gewürze, lösten Sudokus, lernten Gedichte auswendig, sangen Frühlingslieder, legten Bilder aus Naturmaterialien und suchten Veilchen. Sobald man jedoch sein Lebensbändchen verloren hatte, musste man sämtliche erworbenen (oder seinerseits erbeuteten) Schätze abgeben und sich ein neues Bändchen verdienen. Also jagten wir voller Eifer durch den Wald (bzw. wurden gejagt) und trotz der winterlichen Temperaturen war allen schön warm. Zur Mittagszeit trafen wir uns wieder am Lagerplatz, wo inzwischen ein Feuerchen brannte und heißer Tee zum mitgebrachten Essen gereicht wurde. Nachdem alle gestärkt und die wichtigsten Erlebnisse des Vormittags ausgetauscht waren, marschierten wir zurück. Auf der Wiese vor der Burg begannen nun die wilden Wettkämpfe, bei denen wir Rohstoffe und „Zutaten“ für unsere Erfindungen erwerben konnten. Mit Hilfe der vorher ergatterten Kärtchen forderten die Gruppen sich gegenseitig zu lustigen und spannenden Spielen auf, sodass sich alle richtig austoben konnten. Beim anschließenden Kuchenessen stellten sich die Gruppen ihre Erfindungen gegenseitig vor. Vor dem Abendessen fanden noch die letzten Vorbereitungen für das Lagerfeuer und die Aufnahmen statt und schließlich war es endlich so weit: das Abendprogramm begann unter wolkenlosem Himmel mit einem tollen großen Lagerfeuer und Gesang. Außerdem gab es natürlich Stockbrot. Als es dämmerte, machten wir uns auf den Weg zum Aufnahmeplatz. Trotz der eisigen Kälte erlebten wir eine wunderschöne und feierliche Aufnahme und anschließend beschlossen wir den Tag am warmen Feuer, über uns der funkelnde Sternenhimmel.

Vor dem Frühstück begannen wir den eisigen Donnerstag mit zwei Spielen – ein wilder Drache musste seinen Schwanz fangen und ein Ball seinen “Kollegen“. Nach dem Frühstück durften wir dann unser eigenes Spiel basteln. Dafür haben wir in der Werkstatt der Burg angestrengt gesägt, geschliffen, angemalt und gefräst. Damit wir unser Spiel schön verpacken können, haben wir außerdem eifrig Stoffe abgemessen, zugeschnitten und zusammengenäht. Nach dem Mittagessen und der stillen Zeit gab es für alle noch die Möglichkeit ihr Spiel oder Täschchen zu vollenden. Als alle fertig waren, ließen wir uns – dank warmer Sonne -  sogar außen im Burghof – Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen schmecken. Nachdem sich alle gestärkt hatten, trafen wir uns zur Sippen- und Meutenstunde. Die Großen bemalten währenddessen fleißig die MTA - T-Shirts. An diesem Tag war der “ bunte Abend“ angesagt! Und so sangen wir fröhliche Lieder, spielten ein chaotisches Würfelspiel, studierten einen anstrengenden schottischen Tanz ein, tranken leckeren Tschai (den wir zuvor beschworen hatten) und knipsten coole Taschenlampenbilder. Zum Abschluss konnte, wer wollte, noch schokoladige Versuche zur Berechnung der Lichtgeschwindigkeit durchführen.

Unser sonniger letzter Morgen auf Burg Hoheneck startete mit unserem neu einstudierten schottischen Tanz, der uns alle trotz der Kälte schön warm hielt. Nach dem Frühstück war dann eine verzwickte  Schnitzeljagd angesagt! Um an die Materialien für ihr Experiment zu kommen, musste jede Gruppe Tipps richtig deuten, welche zur nächsten Station mit Aufgaben und neuen Tipps führten. Als alle Experimente unter Applaus durchgeführt waren, bekamen wir schon eine neue Herausforderung! Wir schrieben unser umfangreiches Abschlussexamen über die Workshops vom Anfang der Woche. So dachten alle konzentriert über die Fragen nach und genossen dabei das schöne Wetter. Nach dem Mittagessen ging‘s auch schon mit riesen Schritten dem Abschied entgegen! Das große Abschlussexamen - welches erfreulicherweise sehr gut ausgefallen war - wurde aufgelöst, sowie die vielen spannenden Extremrätsel. Danach wurden noch Gruppenbilder gemacht und eine umarmungsreiche Verabschiedungs-Schnecke. Schön war’s! J

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Article | by Dr. Radut