Überraschungs- und Wunschwochenende. Oder: Ehemaligentreffen

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Mit der Einladung kam schon die Ankündigung: Es wird eng im Schloss! Viele ehemalige Sängerinnen und Sänger werden nach Rockenbach kommen, die alten Lieder singen und Erinnerungen an die alten Zeiten austauschen. Und so geschah es.

Zunächst reiste am Freitagabend die ganz normale Besetzung an und gleich nach dem Essen ging es los: Erstmal ein paar Runden „Gordischer Knoten“. Einer Gruppe gelang es sofort, sich zu entflechten, die andere gab irgendwann auf. Dann begann die Zeitreise.

Kerstin hatte die Chronik des MTA dabei. Das sind inzwischen einige Kisten gefüllt mit großen dicken Leitzordnern. Ein wahrer Schatz an Fotos, Einladungen, Konzertprogrammen, Spielideen mit Texten in Geheimschriften usw. Alle durften blättern, lesen und dazu ihre persönlichen Erinnerungen ausbreiten. Besonders bemerkenswert waren Fotos von anwesenden Personen. Ganz besonders Fotos, die schon ein paar Jahre alt waren. Ziemlich oft konnte man ein verblüfftes „das ist doch die/der …!“ … „eecht?“ „Oh, zeig mal ...“ hören. Und dann wusste auch meistens jemand eine Anekdote aus der Zeit zu erzählen.

Später wurde dann noch ein wenig gesungen gefeiert.

Am Samstag weckte uns „von allen blauen Hügeln“ und wir frühstückten zunächst einmal.

Nachdem sich jeder bei der Anmeldung ein Spiel und ein Lied wünschen durfte, wurden immer wieder Wünsche erfüllt. Nach dem Frühstück startete das Löffelmörder-Spiel. Ein Mitspieler hatte den Auftrag, potentielle Opfer allein in einem Raum anzutreffen und sich mit Hilfe eines Löffels zu erkennen zu geben. Dann musste sich das Opfer als „tot“ auf der Liste eintragen. Die anderen Mitspieler hatten den Auftrag, den „Löffelmörder zu enttarnen, bevor er sie selbst erwischte. Tja, und kurz vor dem Mittagessen war er erledigt.

Dann gab es sofort Chorproben in verschiedenen Gruppierungen. Am Nachmittag waren ja die „Ehemaligen“ angekündigt, und denen wollte man ja auch aktuelle Lieder vorsingen.

In der anschließenden Sippenstunde bekam jeder das neu aufgelegte Pfadfinderhandbuch und es wurde das Programm der kommenden Sippenstunden gemeinsam geplant. Parallel dazu fand die Meutenstunde statt.

Nach dem Mittagessen wurde das Haus für die Gäste vorbereitet: Die Autos wurden von den Parkplätzen weggefahren, die Chronik und das Kuchenbuffet in der Halle aufgebaut, der Shop vor dem Herrschaftszimmer, und Unmengen von Kaffee und Tee vorbereitet.

Der erste Gast war aus der Ferne zugeschaltet: Wir skypten mit Benni. In Australien war es zehn Uhr abends, bei uns stille Zeit. Anschließend kamen die anderen Gäste.

Der Nachmittag begann mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen, die ziemlich oft mit „weißt du noch ...“ begannen.

Nun gab es ein kleines Konzert mit aktuellen Liedern und dem aktuellen MTA. Dann wurden die Liedermappen ausgeteilt und das Wunschkonzert begann mit einer Originalaufnahme des MTA-Songs, gefolgt vom fröhlichen gemeinsamen Singen, Schwerpunkte waren Chorsätze und alte Jamboree-Songs.

Nächster Programmpunkt waren die Bilder: Wir schauten auf der großen Leinwand eine Auswahl Fotos der letzten 1-2 Jahre an, danach viele alte Fotos. Die Jüngeren gingen dann vor das Schloss und tobten sich an der frischen Luft mit weiteren Spielwünschen aus, bis zum Abendessen, dem ziemlich direkt der Höhepunkt folgte: Unser traditioneller Singeabend. Bis spät in die Nacht klangen immer wieder alte und neuere Lieder auf.

Das Sonntagsfrühstück weckte bei den meisten wieder die Sinne und die Stimme. Danach kam das unumgängliche Aufräumen und Saubermachen und wie immer endete das Wochenende mit dem Abschlusskreis und dem festen Versprechen „…sehen uns wieder“.

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Article | by Dr. Radut